Angeln auf der Insel Poel

bedeutet natürlich vor allem: MEERESANGELN!
Durch die Lage der Insel ist das Meeresangeln hier nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht. Die Wassertiefen, die der Angler vom Land aus erreichen kann, sind überall relativ gering. Dies begrenzt naturgemäß die Anzahl der zu fangenden Fischarten. Den größten Erfolg verspricht hier im Sommer das Angeln auf Aal sowie das Angeln auf Hornfisch im Mai. Hierbei sind wahre Massenfänge möglich.
Wenn du andere Fische wie Dorsch oder Hering fangen möchtest, sollte du mit einem erfahrenen Bootsführer auf's Meer hinausfahren. Dies lohnt fast immer, egal welche Jahreszeit gerade ist. Packe dazu ein paar Pilker (40 bis 120 Gramm) ein, einige Heringspaternoster und zieh dich vor allem warm an. Der Spaß kommt dann von allein. (Reisetabletten gegen die Seekrankheit sind auch nicht schlecht.)

Hornfisch / Hornhecht

Hornfische
Wenn der Raps blüht (im Mai) ist Hornfischsaison an Poels Küsten. Zu keiner anderen Zeit kann so erfolgreich vom Land aus geangelt werden. Der Hornfisch ist nur in den Sommermonaten in der Ostsee anzutreffen, die restliche Zeit des Jahres verbringt er in wärmeren Gewässern. Im Mai ziehen riesige Schwärme in die flachen Gewässer, um über den Seegraswiesen zu laichen.
Gefangen werden die Fische entweder mit der Spinnangel (schlanke Blinker mit wurfgünstiger Form, ca. 20g) oder mit Posenmontage und Fetzenköder. Sehr fängig ist das Fischen mit der Wasserkugel, ca. 1m unbebleitem Vorfach und Fetzenköder. Geangelt wird an der Krautkante(Waathose) oder vom Boot aus. Die Fische sind überall über den Seegraswiesen anzutreffen. Wenn der Hornfisch richtig beißt, ist es kein Problem, wahre Massenfänge zu erbeuten. Das Problem besteht darin, genug Abnehmer für die Fische zu finden (Nachbarn oder Bekannte, die nicht angeln, essen trotzdem gern Fisch!). Der Hornfisch ist eigentlich der ideale Angelfisch, weil er einen zähen und ausdauernden Drill liefert(der Forelle durchaus ebenbürtig). All denen, die dies noch nicht erlebt haben, sei ein Besuch auf Poel im Monat Mai wärmstens empfohlen.

 

Dorsch

Kutter
Viele Petrijünger aus dem Binnenland träumen davon, mal einen Riesendorsch an der Angel zu haben. Dabei ist der Dorsch nicht gerade der standhafteste Kämpfer unter der Sonne. Die größte Schwierigkeit bei der Anlandung eines Großdorsches besteht darin, ihn aus der Tiefe hochzupumpen. Der Dorsch lebt vor allen in den tieferen Gewässerschichten und ist deshalb vom den Küste der Insel aus schwer zu fangen. Wer es dennoch vom Land aus versuchen möchte, sollte nach Rerik, Meschendorf, Kühlungsborn oder Boltenhagen/Redewisch fahren. Hier sind auch vom Strand aus tiefere Stellen zu erreichen. Geangelt wird mit einer langen Brandungsrute und schwerem Gerät auf Grund. Als Köder kommen Wattwurm bzw. Fischköder in Frage.
Aussichtsreicher ist jedoch das Angeln vom Boot. Von Kirchdorf und Timmendorf fahren Kutter ab, die sich auf das Hochseeangeln spezialisiert haben. Ihre Bootsführer sind selbst erfahrene Angler bzw. Fischer. Sie kennen die Reviere und die Gewohnheiten der Fische. Außerdem stehen die Kutter untereinander meistens in einem sportlichen Wettkampf um die meisten Fische (und Angler). Die Skipper haben also ein Eigeninteresse, zu den jeweils besten Fangplätzen zu fahren. Der Fangerfolg ist so fast immer gesichert.

Aal

Angel bei ruhigem Wetter
Der Aal ist in allen Gewässerbereichen rund um die Insel Poel zu Hause. Er ist der Hauptfisch der Poeler Fischer. Leider nimmt sein Vorkommen jedoch überall ab, was nicht zuletzt auf die Überfischung zurückzuführen ist. Die besten Stellen sind im Sommer mit Aalreusen der Fischer geradezu vollgestellt, so dass kaum noch Ausweichmöglichkeiten für die Fische bleiben. Uns Anglern bleiben nur die 'billigen Plätze'. Diese halten jedoch so manche Überraschung bereit. Geangelt wird natürlich auf Grund. Die Schnurstärke sollte mindestens 0,35 mm betragen, das Bleigewicht ca. 80 bis 120g. Als Köder sind vor allen Wattwürmer sehr beliebt, fängig sind aber auch Tauwurm, Garnele oder Fischköder(Sandaal).

Flunder/Scholle

Flundern und Schollen sind vor allem an den Außenküsten der Insel zu erbeuten. Dabei handelt es sich fast immer um Flundern, auch wenn die Einheimischen 'Scholle' sagen. Geangelt wird auf Grund mit Watwurm, Muschel oder Fischstück. In den Sommermonaten ist das Angeln auch im flachen Wasser erfolgreich. Wichtig: verwenden Sie langschenklige Haken, da die Fische tief schlucken.

Meerforelle

Forellen im Salzwasser, wo gibt's denn sowas?: In der Ostsee rund um Poel! Zum einen sind es die natürlich vorkommenden Meerforellen (ab und zu ist auch mal ein Lachs dabei). Das Angeln auf Forelle ist immer einen Versuch wert.
Meerforellen fängt man vor allem in der inneren Wismarbucht oder in der Kirchsee. Geangelt wird mit Posenmontage in ca. 2-3 Metern Tiefe. Als Köder sind Wattwurm, Tauwurm oder auch Teig gefragt. Natürlich kann man sein Glück auch mit der Spinnangel und kleinen, schmalen Blinkern versuchen. Hierbei wurde schon so manche kapitale Meerforelle erbeutet.

Hering

Heringsangeln vor der Insel Poel, Ostsee
Eine wahre Freude ist das Angeln auf Hering. Die wichtigste Voraussetzung hierfür ist das Vorhandensein eines entsprechenden Schwarmes. Wenn der Kutter über einem Heringsschwarm steht, ist das Angeln kein Problem mehr. Einfach ein Paternoster und ein Gewicht montiert, und ab geht die Post. Im nu ist die Fischkiste voll und die leckere Mahlzeit gesichert. Heringssaison ist vor allem im Frühjahr und Herbst. In dieser Zeiten sammeln sich die Heringsschwärme an bekannten Plätzen, und können so leicht gefunden werden. Die Kutter verfügen ausnahmslos über Echolotanlagen zur Ortung der Schwärme.

 

Petri Heil wünschen die Poeler!