Angeln Methoden Bilder

Angelmethoden zum Fang von Ostseefischen


Aal

Angel bei ruhigem Wetter Der Aal ist in allen Gewässerbereichen rund um die Insel Poel zu Hause. Er ist der Hauptfisch der Poeler Fischer. Leider nimmt sein Vorkommen jedoch überall ab, was nicht zuletzt auf die Überfischung zurückzuführen ist. Die besten Stellen sind im Sommer mit Aalreusen der Fischer geradezu vollgestellt, so daß kaum noch Ausweichmöglichkeiten für die Fische bleiben. Uns Anglern bleiben nur die 'billigen Plätze'. Diese halten jedoch so manche Überraschung bereit. Geangelt wird natürlich auf Grund. Die Schnurstärke sollte mindestens 0,35 mm betragen, das Bleigewicht ca. 80 bis 120g. Als Köder sind vor allen Wattwürmer sehr beliebt, fängig sind aber auch Tauwurm, Garnele oder Fischköder(Sandaal).

Aalmutter

Gelegentlich wird dieser Fisch als Beifang beim Angeln auf Aal oder Flunder gefangen. Meistens handelt es sich hierbei um kleine Exemplare. Größere Stücke sind trotz der grünen Gräten sehr schmackhaft. Sie sollten vom Angler nicht verschmäht werden.

Dorsch

Kutter Viele Petrijünger aus dem Binnenland trämen davon, mal einen Riesendorsch an der Angel zu haben. Dabei ist der Dorsch nicht gerade der standhafteste Kämpfer unter der Sonne. Die größte Schwierigkeit bei der Anlandung eines Großdorsches besteht darin, ihn aus der Tiefe hochzupumpen. Der Dorsch lebt vor allen in den tieferen Gewässerschichten und ist deshalb vom den Küste der Insel aus schwer zu fangen. Wer es dennoch vom Land aus versuchen möchte, sollte nach Rerik, Meschendorf, Kühlungsborn oder Boltenhagen/Redewisch fahren. Hier sind auch vom Strand aus tiefere Stellen zu erreichen. Geangelt wird mit einer langen Brandungsrute und schwerem Gerät auf Grund. Als Köder kommen Wattwurm bzw. Fischköder in Frage.
Aussichtsreicher ist jedoch das Angeln vom Boot. Von Kirchdorf und Timmendorf fahren Kutter ab, die sich auf das Hochseeangeln spezialisiert haben. Ihre Bootsführer sind selbst erfahrene Angler bzw. Fischer. Sie kennen die Reviere und die Gewohnheiten der Fische. Außerdem stehen die Kutter untereinander meistens in einem sportlichen Wettkamp um die meisten Fische (und Angler). Die Skipper haben also ein Eigeninteresse, zu den jeweils besten Fangplätzen zu fahren. Der Fangerfolg ist so fast immer gesichert.

Kutterführer Hauke W. aus Kirchdorf Geangelt wird mit einer stabilen Pilkrute und Pilkern zwischen 40 und 120 g. Bei stärkerem Wind oder Strömung kann es auch mal eine Nummer größer sein. Viele Meeresangler verwenden zusätzlich noch sogenannte Beifänger wie Dorschfliegen oder Plastikwürmer. Der Köder wird einfach auf den Grund herabgelassen und ruckartig auf- und abbewegt. Die beste Zeit für das Angeln auf Dorsch sind die Monate Oktober bis März, im Februar und März kommen die größten Stücke zum Laichen in unsere Gewässer. Prinzipiell kann man den Dorsch jedoch zu jeder Jahreszeit fangen.

Flunder/Scholle

Flundern und Schollen sind vor allem an den Außenküsten der Insel zu erbeuten. Dabei handelt es sich fast immer um Flundern, auch wenn die Einheimischen 'Scholle' sagen. Geangelt wird auf Grund mit Watwurm, Muschel oder Fischstück. In den Sommermonaten ist das Angeln auch im flachen Wasser erfolgreich. Wichtig: verwenden Sie langschenklige Haken, da die Fische tief schlucken.

Forelle

Forellen im Salzwasser, wo gibt's denn sowas?: In der Ostsee rund um Poel! Zum einen sind es die natürlich vorkommenden Meerforellen (ab und zu ist auch mal ein Lachs dabei), zum anderen sind es ausgebüchste Regenbogenforellen aus den Netzkäfigen der Fischer. Das Angeln auf Forelle ist immer einen Versuch wert.
Regenbogenforellen fängt man vor allem in der inneren Wismarbucht oder in der Kirchsee. Geangelt wird mit Posenmontage in ca. 2-3 Metern Tiefe. Als Köder sind Wattwurm, Tauwurm oder auch Teig gefragt. Natürlich kann man sein Glück auch mit der Spinnangel und kleinen, schmalen Blinkern versuchen. Hierbei wurde schon so manche Meerforelle erbeutet.

Hering

Heringsangeln vor der Insel Poel, Ostsee Eine wahre Freude ist das Angeln auf Hering. Die wichtigste Voraussetzung hierfür ist das Vorhandensein eines entsprechenden Schwarmes. Wenn der Kutter über einem Heringsschwarm steht, ist das Angeln kein Problem mehr. Einfach ein Paternoster und ein Gewicht montiert, und ab geht die Post. Im nu ist die Fischkiste voll und die leckere Mahlzeit gesichert. Heringssaison ist vor allem im Frühjahr und Herbst. In dieser Zeiten sammeln sich die Heringsschwärme an bekannten Plätzen, und können so leicht gefunden werden. Die Kutter verfügen ausnahmslos über Echolotanlagen zur Ortung der Schwärme.

Hornfisch/Hornhecht

Hornfische Wenn der Raps blüht (im Mai) ist Hornfischsaison an Poels Küsten. Zu keiner anderen Zeit kann so erfolgreich vom Land aus geangelt werden. Der Hornfisch ist nur in den Sommermonaten in der Ostsee anzutreffen, die restliche Zeit des Jahres verbringt er in wärmeren Gewässern. Im Mai ziehen riesige Schwärme in die flachen Gewässer, um über den Seegraswiesen zu laichen.
Gefangen werden die Fische entweder mit der Spinnangel (schlanke Blinker mit wurfgünstiger Form, ca. 20g) oder mit Posenmontage und Fetzenköder. Sehr fängig ist das Fischen mit der Wasserkugel, ca. 1m unbebleitem Vorfach und Fetzenköder. Geangelt wird an der Krautkante(Waathose) oder vom Boot aus. Die Fische sind überall über den Seegraswiesen anzutreffen. Wenn der Hornfisch richtig beißt, ist es kein Problem, wahre Massenfänge zu erbeuten. Das Problem besteht darin, genug Abnehmer für die Fische zu finden (Nachbarn oder Bekannte, die nicht angeln, essen trotzdem gern Fisch!). Der Hornfisch ist eigentlich der ideale Angelfisch, weil er einen zähen und ausdauernden Drill liefert(der Forelle durchaus ebenbürtig). All denen, die dies noch nicht erlebt haben, sei ein Besuch auf Poel im Monat Mai wärmstens empfohlen.


Petri Heil wünscht das Poeler-Team